Home    Kontakt    OrgMap    ThemenMap    FAQ    English  
EU - Projekte
EU - FP EU - FP 5 EU - FP 6
EU - FP 7 EU - INTERREG III B EU - INTERREG IV A
EU - INTERREG IV B
Themenbereiche Öffentlich finanzierte Forschungsprojekte  


Stichwortsuche

Die Eingabe eines Stichwortes bietet die besten Ergebnisse. Mehrere Suchbegriffe innerhalb des Feldes werden als einzelne Suchwörter interpretiert. Sie werden untereinander automatisch mit ODER verknüpft. Die Eingabe von Wildcards oder Trunkierungen ist hierbei nicht erforderlich. In der Erweiterten Suche haben Sie die Möglichkeit in ausgewählten Bereichen zu suchen.


Projektbereiche: Projektbereiche

Bei der Auswahl eines Projektbereiches werden die vorhandenen Informationsobjekte angezeigt welche im Bezug zum gewählten Projektbereich stehen.


Artikel veröffentlichen: Artikel veröffentlichen

Um Beiträge in ScienceNet-MV zu veröffentlichen, senden Sie bitte kurz eine E-Mail mit Ihrem Anliegen an die Redaktion. Diese können Sie über den Kontakt Link erreichen. Beachten Sie bitte im Vorfeld die Aufnahmekriterien und Darstellungsschemen (PDF Datei), welche Sie mit einem Klick auf Darstellungskriterien aus der Box entnehmen können.



Forschungsschiff Maria S. Merian ist vom 31. Juli bis zum 22. August 2010 zur Erforschung potenzieller Methanquellen in der Ostsee unterwegs


NACHRICHT (10.08.2010) : Methangasvorkommen in den Sedimenten von Küstenmeeren: Eine zusätzliche Gefahr für das Weltklima oder im stabilen Gleichgewicht? Eine internationale Gruppe von Meereschemikern, marinen Mikrobiologen und Meeresgeologen wird am 31. Juli unter Leitung des Warnemünder Meereschemikers Prof. Dr. Gregor Rehder an Bord des Forschungsschiffes Maria S. Merian von Rostock aus eine Forschungsexpedition in der Ostsee durchführen. Im Fokus der Untersuchungen stehen Methan-Vorkommen in Ostseesedimenten.

Methan ist ein gefährliches Klimagas. Seine Wirksamkeit übertrifft die des Kohlenstoffdioxids über einen Zeitraum von 100 Jahren betrachtet um das 23-fache. Wissenschaftler sind daher weltweit auf der Suche nach aktuellen und potenziellen Methanquellen. Die Merian-Expedition MSM 16/1 wird sich den Methangas-Vorkommen in den Ostsee-Sedimenten widmen. Neben der Erfassung des aktuellen Eintrags von Methan in das Ostseewasser und in die Atmosphäre geht es vor allem um den potenziellen Eintrag – um mögliche Veränderungen der Methan-Lagerstätten durch Erhöhung der Wassertemperatur bei fortschreitender Eutrophierung.

Der Boden der Ostsee ist prädestiniert für die Bildung von Methan. Kontinuierlich wird organische Substanz abgelagert. Bei ihrer Zersetzung wird Sauerstoff verbraucht. In der geschichteten Ostsee führt das zu einem fast permanenten Sauerstoffmangel im Bodenwasser der tiefen Becken und konstanter Sauerstoffabwesenheit im Sediment (anaerobe Bedingungen).
In dieser Umgebung fühlen sich Methan-bildende Bakterien besonders wohl. Der größte Teil des von ihnen produzierten Methans wird im Sediment angereichert. Andere Bakterien-Gemeinschaften wiederum, die sich auf die Nutzung des Methans zur Energiegewinnung spezialisiert haben, verhindern ein Ausgasen – und zwar sehr effektiv: weltweit tritt schätzungsweise nur 10 % des im Sediment gebildeten Methans auch wirklich aus dem Meeresboden aus.

Diese bakteriell gesteuerte Wechselwirkung von Methanbildung und Methanoxidation, die weltweit aus den anaeroben Sedimenten hochproduktiver Seegebiete bekannt ist, lässt sich in der Ostsee besonders gut studieren. Die Hypothese, die die Forscher hier überprüfen, lautet: Sollten sich im Zuge des globalen Wandels in der Interaktion der Bakterien Veränderungen ergeben, die zu einer stärkeren Freisetzung von Methan führen, so würde dies eine den Treibhauseffekt verstärkende Rückkopplung auslösen.

Viele der Methan-Lagerstätten in der Ostsee sind durch frühere Arbeiten bekannt. Auf diese Regionen werden sich die Untersuchungen konzentrieren. Mit Hilfe eines Fächerecholots, das Gasblasen in der Wassersäule erkennt, mit einem Sedimentecholot, das quasi in die Schichten am Meeresgrund hineinsehen kann und mit neuartigen Sensoren, die den Methangehalt im Wasser bestimmen, werden Vorkommen im Arkonabecken, im Bornholmbecken, vor der Stolper Rinne, im Gotlandbecken, in der Botten-See und Botten-Wiek erfasst und beschrieben. In einem zweiten Schritt kommen Schwerelot und Kerngewinnungssysteme zum Einsatz, um Sedimentkerne aus den untersuchten Gebieten zu entnehmen.
Die Expedition ist Teil des internationalen Forschungsprojektes Baltic Gas, das gemeinschaftlich für drei Jahre im Rahmen von BONUS – dem Ostsee-Netzwerk von Forschungsförderinstitutionen – finanziert wird.

Baltic Gas wird von dem dänischen Mikrobiologen Bo Barker Joergensen vom Center for Geomicrobiology der Universität Aarhus, koordiniert.

Kontakt:
Prof. Dr. Gregor Rehder,
Email:. gregor.rehder [at] io-warnemuende.de

Dr. Barbara Hentzsch
Email: barbara.hentzsch [at] io-warnemuende.de



Frau Dr. Barbara Hentzsch
Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde
Tel.: +49 381 5197-102
Fax: +49 381 5197-105
E-Mail: barbara.hentzschio-warnemuende.de




Zurück zur Nachrichten-Liste: EU - Projekte
Sende E-Mail an alle zugehörigen Kontakte

 



EU-FP 7: CoCoNET-Towards COast to COast NETworks of marine protected areas ( from the shore to th...


EU-FP7: ABREM - Advanced Biomaterials for Regenerative Medicine


EU-FP7: DoReMi-Low Dose Research towards Multidisciplinary Integration


EU-FP7: ANDANTE-Multidisciplinary evaluation of the cancer risk from neutrons relative to photons...


EU-FP7: VECTORS - Vectors of Change in Oceans and Seas Marine Life, Impact on Economic Sectors

Zeige alle (121)


Forschungsschiff Maria S. Merian ist vom 31. Juli bis zum 22. August 2010 zur Erforschung potenzi...


Zusammenarbeit statt Einzellösungen für Luftfracht - Hochschule Wismar leitet europäisches Luftfr...


South Baltic scientists lay cornerstone for virtual laboratory - the EU-project „The South Baltic...


Biomüll als Stromquelle – Greifswalder an EU-Forschungsprojekt beteiligt


Forschung in Mecklenburg-Vorpommern zur Alzheimer Demenz wird mit 1.1 Million Euro unterstützt

Zeige alle (8)


Klinik und Poliklinik für Strahlentherapie


neoplas GmbH


BalticNet - PlasmaTec e.V.


Department Science and Technology of Life, Light & Matter


Klinik und Poliklinik für Herzchirurgie

Zeige alle (70)


Alexander Schwock


Priv. Doz. Dr. Joachim W. Dippner


Dipl.-Psych. Thomas Krieg


Prof. Dr. phil. Silke Schmidt


Dr. rer. nat. Robert Goertsches

Zeige alle (43)