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BMBF - Projekt: Fit50+ IPM Rostock

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PROJEKT: Der Abbau sozial bedingter gesundheitlicher Ungleichheit ist als wichtiges gesundheitspolitisches Thema und Ziel von Gesundheitsförderungsmaßnahmen in Deutschland erkannt und formuliert worden. Neben anderen zählen auch Arbeitslose und insbesondere ältere Langzeitarbeitslose zur Gruppe der sozial Benachteiligten, deren gesundheitliche Chancen verbessert werden müssen.
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Der Anteil von Maßnahmen der Gesundheitsförderung und Prävention, die sich an diese Bevölkerungsgruppe richten, ist verschwindend gering, obwohl die Arbeitslosenquote besonders in Ostdeutschland beständig hoch ist und die negativen gesundheitlichen Folgen von Arbeitslosigkeit in der nationalen und internationalen Literatur gut dokumentiert sind. Weit weniger erforscht sind jedoch die Ursachen und Bedingungsfaktoren dieser negativen gesundheitlichen Effekte. Dadurch ergeben sich Schwierigkeiten für analytisch begründete Interventionsstrategien. Das Ziel des Forschungsvorhabens Fit50+ liegt deshalb insbesondere in der multiparametrischen wissenschaftlichen Evaluation und Optimierung einer bestehenden Präventionsmaßnahme für langzeitarbeitslose Personen im Alter von über 50. Dabei wird von einer ganzheitlichen Herangehensweise bzgl. des Erhalts bzw. der Förderung physischer und psychischer Gesundheit ausgegangen.
Es ist unumstritten, dass einerseits in weiten Teilen sozial benachteiligter Gruppen ein objektiver Informationsbedarf und Handlungsbedarf bzgl. eines gesundheitsförderlichen Verhaltens besteht, andererseits die Aufgeschlossenheit, entsprechende Angebote in Anspruch zu nehmen, eher als gering einzuschätzen ist. Die größte Akzeptanz und den größten Erfolg verzeichnen Angebote zur Gesundheitsförderung bei Arbeitslosen und Langzeitarbeitslosen, wenn sie in ein Gesamtkonzept aus beruflicher Qualifikation und sozialer Begleitung im Sinne des Case-Managements eingebunden sind und das Ziel der Förderung der Beschäftigungsfähigkeit verfolgen. Ältere Langzeitarbeitslose haben aufgrund der Lebensumstände und gesundheitsschädlicher Verhaltensweisen neben den weit verbreiteten klassischen Risikofaktoren für Herz-Kreislauferkrankungen häufig zusätzliche Risiken. Durch sportliche Aktivität kann bereits auf geringem bis moderatem Niveau einerseits eine deutliche Reduktion des kardiovaskulären Risikos erreicht werden, andererseits hat Sport nachweislich positive Effekte auf das psychische Wohlbefinden.
Projektdetails
Projektleiter: Dr. Regina Stoll
Laufzeit: 01.08.2007 - 31.07.2010
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