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Friedrich-Loeffler-Institut, Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit (FLI)

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Organisationsart: Institut
Südufer 10
17493 Greifswald - Insel Riems
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Im Mittelpunkt der Arbeiten des Friedrich-Loeffler-Instituts stehen die Gesundheit und das Wohlbefinden landwirtschaftlicher Nutztiere und der Schutz des Menschen vor Zoonosen, d. h. von Tieren auf den Menschen übertragbaren Infektionen.
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Diese Aufgaben sind im Tierseuchengesetz festgelegt. Das FLI arbeitet in verschiedenen Fachdisziplinen wie Physiologie, Ethologie, Epidemiologie, Immunologie, Virologie, Bakteriologie und Parasitologie unter Einbeziehung verwandter Wissenschaften sowohl grundlagen- als auch praxisorientiert.
Ziele unserer Arbeit sind der Schutz vor Krankheiten durch eine bessere und schnellere Diagnose, Maßnahmen zur Prävention sowie das Schaffen von Grundlagen für moderne Bekämpfungsstrategien bei Tierseuchen und Zoonosen, die Entwicklung tierschutzgerechter Haltungssysteme, der Erhalt der genetischen Vielfalt bei Nutztieren und die effiziente Verwendung von Futtermitteln für die Erzeugung qualitativ hochwertiger tierischer Lebensmittel.
Als Bundesforschungsinstitut und selbstständige Bundesoberbehörde des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz erarbeitet das FLI im Rahmen der Politikberatung Gutachten und Stellungnahmen. Bei Tierseuchenausbrüchen führt das Institut epidemiologische Untersuchungen durch. Außerdem erstellt es Risikobewertungen zu verschiedenen Infektionskrankheiten bei Nutztieren.
Am FLI werden neben einigen Impfstoffen gegen Tierseuchen wie z. B. Maul- und Klauenseuche und Schweinepest vor allem veterinärmedizinische Infektionsdiagnostika zugelassen. Auf dem Gebiet der Zoonosen kooperieren wir interdisziplinär mit humanmedizinischen Einrichtungen wie dem Robert Koch-Institut.
Derzeit arbeiten rund 850 Beschäftigte in elf Instituten an sieben Standorten am Friedrich-Loeffler-Institut.
Organisation des Friedrich-Loeffler-Instituts
Die umfangreichen Aufgaben des FLI auf dem Gebiet der Tiergesundheit sind auf die 11 Fachinstitute, die langfristig an 3 Standorten (Insel Riems, Jena, Mariensee) konzentriert werden sollen, aufgeteilt. Dabei liegt der Verantwortungsbereich für anzeigepflichtige Tierseuchen, meldepflichtige Tierkrankheiten und Zoonosen bei den acht Instituten, die am Hauptsitz auf der Insel Riems und am Standort Jena angesiedelt sein werden. Hierbei werden bakterielle Erreger von Tierseuchen oder Zoonosen schwerpunktartig am Standort Jena bearbeitet, wohingegen virale und andere neuartigen Erreger von Tierseuchen oder Zoonosen (z.B. Prionen) auf der Insel Riems schwerpunktartig bearbeitet werden. Die Verantwortungsbereiche Tierernährung, Tierschutz, Tierhaltung und tiergenetische Ressourcen werden am Standort Mariensee/Mecklenhorst konzentriert.
Standorte und Institute
Hauptsitz Insel Riems
Institute für
- Molekularbiologie: Molekulare Charakterisierung tierpathogener Viren
- Infektionsmedizin: Ätiologie und Pathogenese von Infektionskrankheiten
- Virusdiagnostik: Diagnostik und Differenzialdiagnostik veterinärmedizinisch bedeutender Viruserkrankungen
- Neue und neuartige Tierseuchenerreger: Diagnostik und molekulare Charakterisierung von Prion-Erregern und von zoonotischenVirusinfektionen
- Institut für Immunologie: Immunmechanismen bei Infektionen landwirtschaftlicher Nutztiere (derzeit Standort Tübingen)
- Institut für Epidemiologie: Epidemiologie und Risikobewertung von Infektionskrankheiten bei Tieren (derzeit Standort Wusterhausen)
Standort Jena, Institute für
- Bakterielle Infektionen und Zoonosen: Ätiologie und Bekämpfung von bakteriellen Infektionskrankheiten
- Molekulare Pathogenese: Aufklärung der Wechselwirkungen zwischen Infektionserregern und Wirtsorganismen
Standort Mariensee
- Institut für Nutztiergenetik: Erhaltung, Bewertung und Nutzung tiergenetischer Ressourcen
- Institut für Tierernährung: Ernährungsphysiologie, Futtermittelkunde und Tierfütterung (derzeit Standort Braunschweig)
- Institut für Tierschutz und Tierhaltung: Verbesserung der Haltung von Nutztieren, Tierschutz bei Transport, Betäubung und Tötung (derzeit Standort Celle)
Referenzlaboratorien
Als zuständige Bundeseinrichtung betreibt das FLI über 40 nationale Referenzlaboratorien für anzeigepflichtige Tierseuchen. Die Referenzlaboratorien klären Verdachtsfälle ab, beraten die Veterinärbehörden und führen Ringversuche oder ähnliche Maßnahmen zur Qualitätssicherung der Tierseuchendiagnostik in Deutschland durch.
Hinzu kommen internationale Referenzlaboratorien der Weltorganisation für Tiergesundheit (OIE) für Aviäre Influenza, Enzootische Rinderleukose, Newcastle Disease, Bovine Herpesvirus 1-Infektion, Brucellose, Chlamydiose, Rotz und Tollwut. Weiterhin ist das FLI „Collaborating Centre for Zoonoses in Europe“ des OIE und führt ein „Collaborating Centre“ der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Tollwut.
Internationale Ausrichtung
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des FLI arbeiten mit zahlreichen internationalen Forschungseinrichtungen zusammen. Sie nehmen an Projekten und Missionen internationaler Organisationen wie der OIE, der EFSA (European Food Safety Authority), der WHO und der Welternährungsorganisation (FAO) teil.
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FLI - Hauptgebäude - Quelle: FLI

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Dieser Inhalt ist auch in englischer Sprache verfügbar.

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