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Klinik und Poliklinik für Innere Medizin B



Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald - Medizinische Fakultät

Organisationsart: Klinik
Friedrich Loeffler- Straße 23 a
17487 Greifswald

Tel.:  +49 3834 866656
Fax:  +49 3834 866657
Internet:  http://www.medizin.uni-greifswald.de/...
 
Forschung:

Interventionelle Kardiologie/Angiologie
PD Dr. med. Johannes B. Dahm, Arzt für Innere Medizin-Kardiologie-Angiologie

Der Forschungsbereich interventionelle Kardiologie/Angiologie befasst sich im wesentlichen mit der klinisch-wissenschaftlichen und molekularkardiologischen Erforschung der Atherogenese und den Ursachen der Restenose nach Interventionseingriff.

Klinische Forschungsschwerpunkte sind:

1. 
Differenzierte Therapie von Koronaratherosklerose mit speziellen interventionellen Verfahren wie der (1) Direktionale Atherektomie (DCA) und Foxhollow, (2) Europäisches Ausbildungs- und Zertifizierungszentrum für die Anwendung von Excimer Laser in Gefäßen (einschl. der Anwendung bei thrombusbeladenen Gefäßläsionen (Akuter Herzinfarkt u.ä.), (3) Cutting Balloon zur Restenosemodulation, (4) Behandlung von degenerierten Koronarbypässen mit Protektionssystemen.
2. 
Interventionelle Therapie von Herzvitien: Verschluß von Vorhofseptumdefekten, persistierenden Duktus Botalli und offenen Foramen ovale (PFO)
3. 
Perkutane Entfernung lebensbedrohlicher Bakterienvegetationen aus dem Herzen bei Inoperabilität.
4. 
Lasergestütze Entfernung festgewachsener Defibrillator- und Schrittmachersonden.
5. 
Dopplerflußdraht unterstütze invasive Diagnostik zum Nachweis bzw. Ausschluß einer Endotheldysfunktion als Ursache von Herzbeschwerden.
6. 
Fraktionelle Flußreserve (FFR=Druckdraht unterstützte invasive Diagnostik) zum Nachweis der hämodynamischen Bedeutung von Koronarläsionen.
7. 
Neue Katheterdiagnostikmethoden (Rotationsangiographie einschl. 3-D-Rekonstruktion) bei Patienten mit Nierenfunktionsschwäche (drohende Dialysepflichtigkeit).

Im Bereich der interventionellen Angiologie (einziger Standort für interventionelle Angiologie in Mecklenburg-Vorpommern):


1. 
Interventionelle Gefäßtherapie unter Einsatz verschiedenster Techniken (u.a. Laserangioplastie, Atherektomie, etc) insbesondere bei Gefäßverschlüssen und Engestellen ohne Operationsmöglichkeit (u.a. Unterschenkelarterien Nierenarterienstenosen, Carotisstenting, Dialyseshuntangioplastien etc.), bzw. bei ausgedehntem Operationseingriff mit höherer Mortalität und Morbidität (u.a. Rekanalisationen und Angioplastien im Iliacal/Femoralbereich).

Der Forschungsschwerpunkt Atherogenese/Restenoseforschung basiswissenschaftliche/ molekularkardiologische Forschung (z.B. der entnommenen Atherome) u.a. in Zusammenarbeit mit dem Bereich kardiologische Grundlagenforschung (Dr. M. Landsberger) umfasst im speziellen folgende Projekte:


1. 
Assoziation Plaquemorphologie (IVUS; Histologie) zu funktionellen, molekolarkardiologischen und genetischen Aspekten von Koronarplaques sowie 2. Assoziation zu verschiedenen Interventionstherapeutischen und pharmakologischen Beeinflussungsmöglichkeiten der Rezidivstenose.
3. 
Klinische Studien zur Untersuchung des Zusammenhangs zwischen Plaquemorphologie und der Inzidenz und dem Schweregrad der Restenose nach perkutaner Koronarintervention.
4. 
Klinische und experimentelle Studien zum Einfluß von Hyperglykämie und Hyperinsulinämie/Insulinresistenz auf die endothelabhängige und endothelunababhängige koronare Flußreserve und Rezidivstenose bei Patienten mit Diabetes mellitus und koronarer Herzkrankheit nach perkutaner koronarer Angioplastie.
5. 
Klinische Studien zu Plaquestabilität und Endothelfunktion
Klinische und experimentelle Studien zur Korrelation von intravasaler Plaquetemperatur, koronarer Fluß- und fraktionierter Flussreserve und nicht-invasiver Parameter zur Endothelfunktion

6. 
Klinische Studien zum Zusammenhang von Restenose-Inzidenz und Endothelfunktion an einem Probandenkollektiv mittels nicht-invasiver Messung der Gefäßflußreserve.


Physiologisches Labor
Dr. med. Thomas Krieg, Telefon (03834) 86 56 56

Ein Herzinfarkt tritt auf, wenn ein Blutgerinnsel in einer Koronararterie entsteht und den Blutfluss zu einer Herzregion unterbindet. Dieser Vorgang wird als Ischämie bezeichnet. Die momentane Therapie besteht in einem Wiedereröffnen des Gefäßes, aber der Blutfluss ist selten wiederhergestellt, bevor nicht ein signifikanter Anteil des Herzmuskels abgestorben ist. Da Herzmuskel nicht regenerierbar ist, bleibt oft eine Herzmuskelschwäche, die nicht selten zu einer manifesten Herzinsuffizienz führt. Unsere Forschung zielt auf die Identifizierung von Therapien, die einen Zelltod im ischämischen Herz verhindern können. Es ist bekannt, dass die Aktivierung von Gi-gekoppelten Rezeptoren in der frühen Phase der Reperfusion nach einer längeren Ischämie die resultierende Infarktgröße deutlich reduziert. Unser derzeitiges Forschungsziel ist es, die komplexen Signalwege dieser Resistenzentwicklung gegen eine Ischämie zu untersuchen.

Wir verwenden dazu isolierte Kaninchenherzen und entnehmen serielle transmurale Biopsien, die wir auf die in Frage kommenden Signalproteine testen können. Des weiteren können wir anhand dünner Myokardstreifen direkt eine Schutzwirkung nach Ischämie/Reperfusion nachweisen. Spezifische Blocker und Aktivatoren der Rezeptoren sowie der Signalelemente werden dabei verwendet, um einzelne Punkte innerhalb der Signaltransduktion zu identifizieren.


Molekularbiologisches Labor
Dr. rer. nat. Martin Landsberger, Telefon (03834) 86 56 46

Im Mittelpunkt des Interesses stehen Fragestellungen zur Herzinsuffizienz und endothelialen Dysfunktion. Dazu zählen Untersuchungen zur Regulation von Adhäsionsmolekülen und des Rezeptors für oxidiertes LDL, LOX-1, in Endothelzellen in vitro und im Tiermodell. Zelluläre Adhäsionsmoleküle vermitteln die Interaktionen zwischen Blutzellen und der Gefäßwand, LOX-1 wurde ursprünglich als Rezeptor für oxidiertes LDL in Endothelzellen beschrieben. Die Expression dieser Proteine ist durch proinflammatorische Stimuli induzierbar. Dabei interessiert besonders die Modulierung der Expression durch Pharmaka und die Analyse der beteiligten Signalkaskaden.

Die dilatative Kardiomyopathie (DCM) ist eine Herzmuskelerkrankung, die durch eine Einschränkung der linksventrikulären Funktion bei gleichzeitiger Dilatation des linken und rechten Ventrikels gekennzeichnet ist. Die Ätiologie bleibt in vielen Fällen ungeklärt. Neben familiären Ursachen, zu denen Polymorphismen in Genen für Struktur- und Sarkolemmproteine gehören, spielen u. a. Störungen der humoralen Immunität eine Rolle, die durch die Identifizierung von Antikörpern gegen kardiale Proteine belegt wird. Die Identifizierung und molekulare Charakterisierung der kardialen Zielstrukturen stellt einen Schwerpunkt der Arbeiten dar.


Kardiologisches Forschungslabor
PD Dr. med. Alexander Staudt

Bei Patienten mit Dilatativer Kardiomyopathie (DCM), einer häufigen Herzmuskelerkrankung, sind Antikörper nachweisbar, die die Herzfunktion negativ beeinflussen. Unsere Arbeitsgruppe konnte erstmals zeigen, dass eine Entfernung dieser Antikörper durch eine Immunadsorptionstherapie die Herzleistung verbessern kann. Gleichzeitig konnte gezeigt werden, dass die Immunadsorption nicht nur die linksventrikuläre Funktion verbessert, sondern auch die myokardiale Inflammation reduziert. Antikörper der IgG-3 Subklasse spielen hierbei eine bedeutende Rolle.

In ersten Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass die Immunadsorption negativ inotrop wirkende Antikörper eliminiert und dies einen entscheidenden Mechanismus für die klinischen Effekte dieser Therapie darstellen könnte. Es ist daher anzunehmen, dass die Autoantikörper einen bedeutenden Einfluss auf die kardiale Dysfunktion von Patienten mit DCM ausüben. Der zelluläre Mechanismus der negativ inotropen Effekte der kardiotropen Antikörper wird jetzt genauer untersucht. Es ist daher vorgesehen, an Rattenkardiomyozyten die Beeinflussung der Zellverkürzung und des Kalziumhaushalts durch die kardiotropen Antikörper mittels Fluoreszenzmikroskopie genauer zu charakterisieren. Es ist außerdem vorgesehen, die Prävalenz der kardiodepressiv wirkenden Antikörper und die mögliche Korrelation mit der myokardialen Inflammation und Virusinfektion bei Patienten mit DCM zu untersuchen. Weiterhin werden Effekte der Antikörper auf die Apoptose und die myokardiale Genexpression untersucht.



Herr Univ.-Prof. Dr. med. Stephan B. Felix - Direktor
Klinik und Poliklinik für Innere Medizin B
Medizinische Fakultät
Tel.: +49 3834 866658
Fax: +49 3834 866657
E-Mail: felixuni-greifswald.de

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Herr Priv.-Doz. Dr. med. Alexander Staudt - Leitender Arzt Herzinsuffizienz und molekulare Kardiologie - Teilprojektleiter des SFB Transregio 19
Klinik und Poliklinik für Innere Medizin B
Medizinische Fakultät
Tel.: +49 3834 86 7322
Fax: +49 3834 86 5609
E-Mail: staudtuni-greifswald.de

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