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DFG - SFB 198: Kinetik Partiell Ionisierter Plasmen

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PROJEKT: Der Sonderforschungsbereich (SFB) 198 wurde ab dem 1.1.1993 durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) an der Universität Greifswald eingerichtet und befindet sich zur Zeit in der 4. Bewilligungsphase. Er wird von mittlerweile fünf Einrichtungen aus den Hansestädten Rostock und Greifswald gemeinsam gebildet.
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Das Forschungsprogramm des Sonderforschungsbereiches (SFB) 198 besteht in theoretischen und experimentellen Untersuchungen zu Fragestellungen der Plasmakinetik und Plasmadynamik einschließlich der Wechselwirkung von Plasmen mit begrenzenden Wänden.
Bei der Untersuchung von nichtthermischen Edelgasentladungsplasmen bilden die experimentelle Erfassung und theoretische Beschreibung dynamischer Prozesse wie Wellenausbreitung, Absorption, Instabilitäten, nichtlineare Effekte und Strukturbildung einen Schwerpunkt. Darüber hinaus werden Fragestellungen zur Charakterisierung von speziellen Plasmaquellen wie zum Beispiel Magnetronentladungen, Helikonentladungen, Radiofrequenz- und Mikrowellenentladungen sowie dielektrisch behinderten Entladungen bearbeitet.
Verstärkt wird sich der Analyse und Diagnostik reaktiver, molekularer Plasmen gewidmet, einschließlich der reaktiven Wechselwirkung von Plasmen mit Elektroden, Wänden bzw. eingebrachten Substraten/Partikeln. Das grundlegende Verständnis für den Kontakt eines reaktiven Plasmas mit Wänden stellt hier ein zukunftsweisendes Forschungsziel dar. Diese Aktivitäten begleiten den sich schnell ausdehnenden Bereich der technologischen Anwendung komplexer Plasmen.
Auf dem Gebiet der dichten und nichtidealen Plasmen stehen theoretische Arbeiten zur Quantenstatistik sowie experimentelle Untersuchungen zu Plasmaeffekten in Metallclustern im Mittelpunkt. Von aktuellem Interesse ist das grundlegende Verständnis der Struktur der Materie unter den Bedingungen, wie sie in astrophysikalischen Objekten (Riesenplaneten, Sonne) sowie bei der Inertialfusion zu erwarten sind. Neue experimentelle Ergebnisse aus Kapillarentladungs- und Drahtexplosionstechniken sowie der Laser- und Schockwellenphysik stellen hier eine Herausforderung für die quantenstatistische Theorie dieser Systeme dar.
Projektdetails
Laufzeit: 1993 - 31.12.2004
Web: www1.physik.uni-greifswald.de/sfb198
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Dieser Inhalt ist auch in englischer Sprache verfügbar.

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