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Interdisziplinäres Zentrum für die Demenzforschung in Rostock und Greifswald


NACHRICHT (25.06.2009) : Die Erforschung der Demenz in Deutschland ist eine der wichtigsten Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte, weil die Zahl der von Demenz Betroffenen stetig steigt. Das Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) in der Helmholtz Gemeinschaft, das am 23.6.09 von Bundesbildungsministerin Annette Schavan, Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Jürgen Rüttgers und Mecklenburg-Vorpommerns Wissenschaftsminister Henry Tesch in Bonn feierlich eröffnet wurde, setzt sich das Ziel, in einer bisher einzigartigen deutschlandweiten Vernetzung von Forschungs- und Versorgungskapazitäten die Diagnose, Therapie und Versorgung von Demenzpatienten zu verbessern, um so das Leid der Betroffenen zu lindern und einen immensen Anstieg der Gesundheits- und Pflegekosten zu verhindern

Wesentlichen Anteil an dieser Aufgabe hat das Zentrum für Integrierte Demenzversorgungsforschung in Mecklenburg-Vorpommern, an dem die Universitäten Rostock und Greifswald maßgeblich beteiligt sind. Das Zentrum für Integrierte Demenzversorgungsforschung wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung als eines von insgesamt sechs Partnerzentren des DZNE mit insgesamt 11 Millionen Euro über fünf Jahre gefördert.

Das Partnerzentrum in Rostock/Greifswald soll als Modellprojekt zur Verbesserung der Versorgungssituation älterer Demenzkranker in einer demographischen Brennpunktregion beitragen. Gemeinsam mit dem Rostocker Zentrum für die Erforschung des demografischen Wandels und dem Institut für Community Medicine der Universität Greifswald werden die Rostocker Demenzforscher den Aufbau eines Zentrums für die Verbesserung der Versorgung Demenzkranker in Mecklenburg-Vorpommern umsetzen. Das Zentrum beruht auf der bereits existierenden exzellenten interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen der Profillinie Aging Science and Humanities (Erfolgreich Altern) der Interdisziplinären Fakultät der Universität Rostock, des Rostocker Max-Planck-Instituts für demografische Forschung, der Demenzforschung, der Soziodemografie und der Versorgungsforschung an den beiden Standorten Rostock und Greifswald.

Die Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Rostock stellt mit ihrer Gedächtnissprechstunde, der Gerontopsychiatrischen Fachstation sowie der Gerontopsychiatrischen Tagesklinik ein universitäres Referenzzentrum für die Frühdiagnose und Therapie von Demenzerkrankungen in Mecklenburg-Vorpommern dar und ist mit 14 weiteren universitären Demenzexpertenzentren bundesweit vernetzt. Die Klinik ist zudem Partner einer bundesweiten Studie zu Erprobung eines neuartigen Therapieansatzes zur Vorbeugung der Alzheimer Krankheit, für das in Mecklenburg-Vorpommern ab sofort Patienten über 60 Jahre mit Gedächtnisbeschwerden gesucht werden.

Ziel eines Demenzzentrums in Mecklenburg-Vorpommern ist es, auch in Zukunft älteren Menschen ausreichend ärztliche und pflegerische Versorgung zukommen
zu lassen. „Entscheidend für den Erfolg ist dabei die Vernetzung der Universitäten
mit den Trägern der ambulanten und stationären Pflege der Selbsthilfe, sowie den Ärzten in den betroffenen Regionen“, sagt Prof. Dr. Stefan Teipel, Sprecher des DZNE-Partnerzentrums Rostock/Greifswald.


Kontakt

Prof. Dr. Stefan Teipel
Universität Rostock
Medizinische Fakultät
Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Memory Klinik und Forschungsbereich Demenz
Tel: +49 381-494 9610
Email: stefan.teipel [at] med.uni-rostock.de





Universität Rostock - Presse- und Kommunikationsstelle
Tel.: +49 381 498 1012
Fax: +49 381 498 1032
E-Mail: pressestelleuni-rostock.de

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