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BMWi - Projekt: Methoden zur Ermittlung und Einhaltung eines sicheren Passierabstandes von Schiffen beim Überholen und Begegnen in begrenzten Fahrwassern (SIPAS)

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PROJEKT: Untersuchungen von Schiffsunfällen durch die nationalen und internationale Seeunfalluntersuchungsbehörden sowie die vorliegende Erfahrungen in der Schiffsführung zeigen, dass insbesondere bei Überholmanövern von Schiffen Kollisionen infolge hydrodynamischer Effekte zwischen den Schiffen auftreten.
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Problemstellung und Ausgangssituation:
Solche Kollisionen ereignen sich vorwiegend in den engen Fahrwassern zu den Häfen und führen neben den hohen Sachschäden an den Schiffen oft auch zur Sperrung des gesamten Fahrwassers und somit zu kostenintensiven Unterbrechungen des Hafenbetriebs und hohen volkswirtschaftlichen Verlusten. Im Schlussbericht zur Kollision der "COSCO Hamburg" und der "Nedloyd Finland" verwies die Bundesstelle für Seeunfalluntersuchungen (BSU) u.a. darauf, dass bei Überholmanövern auf dem engen Elbfahrwasser die Soggefahr künftig noch stärker beachtet werden müsse. Das gelte besonders mit Blick auf die immer größeren Containerschiffe, die Hamburg künftig anlaufen werden.
Die physikalischen Vorgänge beim Begegnen und Überholen von Schiffen bei Fahrt in geringem Abstand in begrenzten Fahrwassern sind von komplexer Natur und ihre Untersuchung sehr aufwändig. Die nichtlinearen Zusammenhänge der Kräfte und Momente bei gegenseitiger Beeinflussung ihrer individuellen Strömungsfelder rufen ein schwer einschätzbares Bewegungsverhalten der Schiffe hervor. Diese Interaktionen können zu Problemen bei der Schiffsführung führen.
Das vom Institut für Schiffstheorie, Simulation und Maritime Systeme (ISSIMS) am Bereich Seefahrt der Hochschule Wismar koordinierte Verbundvorhaben "SIPAS" ist dieser Problemstellung gewidmet und wird von drei Partnern gemeinsam bearbeitet. Dabei werden die folgenden Arbeiten und Zielstellungen verfolgt:
 | DST-Entwicklungszentrum für Schiffstechnik und Transportsysteme e.V., Duisburg: Experimentelle Untersuchungen mit Schiffsmodellen im Schleppkanal zur verbesserten systematischen Erfassung der interaktiven hydrodynamischen Wirkungen sowie eine detaillierte Analyse des Bewegungsverhaltens bei Passiervorgängen und die Erstellung eines mathematischen Modells;
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 | Rheinmetall Defence Electronics Bremen: Implementierung der verbesserten mathematischen Modelle zur Beschreibung der hydrodynamischen Interaktionen bei Passiervorgängen in Schiffsführungssimulatoren; Erweiterung bestehender Wind- und Strömungsmodelle sowie dreidimensionale Darstellung der Wellen im Sichtsystem der Simulatoren.
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 | Hochschule Wismar, Bereich Seefahrt Warnemünde, ISSIMS: Erhöhung der Sicherheit bei Passiervorgängen von Hochseeschiffen in engen Fahrwassern durch die Entwicklung praktikabler Instrumentarien zur operativen Anwendung an Bord und Verifizierung der erweiterten und modernisierten Simulationstechnik in Trainingsszenarien für die Aus- und Weiterbildung.
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Zielstellung
Die übergeordnete globale Zielstellung des Vorhabens sieht eine Verbesserung der Simulation der kritischen Überhol- und Begegnungsvorgänge für die Zwecke der Aus- und Weiterbildung sowie die weitere Forschung- und Entwicklung vor. Die angestrebte höhere Qualität der mathematischen Modelle im Schiffsführungssimulator soll es gestatten, das Verhalten zur Vermeidung von Gefahren in Überhol- und Begegnungssituationen realitätsnäher zu trainieren und geeignete Trainingsmodule zu entwickeln. Die Ergebnisse der Projektbearbeitung sollen in Informationen zur fundierten Beratung der Schiffsführung (Lotse, Kapitän, Wachoffizier) münden, um die Kollisionsgefahr bei Passiervorgängen zu reduzieren.
Projektdetails
Projektlaufzeit: 01.01.2008 - 31.12.2010
Fördervolumen: 327.847 €
Projektleitung: Prof. Dr. Knud Benedict
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Dieser Inhalt ist auch in englischer Sprache verfügbar.

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