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DFG - Graduiertenkolleg 1540: Baltic Borderlands: Shifting Boundaries of Mind and Culture in the Borderlands of the Baltic Sea Region


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  PROJEKT: Das Internationale Graduiertenkolleg “Grenzräume in der Ostseeregion: Der Wandel kultureller und mentaler Grenzen im Ostseeraum” ist ein kooperatives Projekt der Universitäten Greifswald, Lund und Tartu. Es startete im Oktober 2009 und beherbergt derzeit an seinen drei Standorten die Forschungsaktivitäten von 21 Doktorandinnen und Doktoranden und 3 Post Docs.

Das Internationale Graduiertenkolleg „Grenzräume in der Ostseeregion: Der Wandel kultureller und mentaler Grenzen im Ostseeraum“ (IGK) der Universitäten Greifswald, Lund und Tartu untersucht die kulturelle und mentale Perzeption des Wandels von Grenzräumen und Grenzen innerhalb des Ostseeraumes vom 15. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Das Untersuchungsgebiet umfaßt die Ostseeanrainer sowie ihr weiteres Hinterland. Der dem Graduiertenkolleg zugrundeliegende theoretische Ansatz verbindet Elemente der Systemtheorie, der Netzwerktheorie, des Neo-Institutionalismus und der Organisationsentwicklungstheorie, um das analytische Potential von Grenzkonzepten für die Geistes- und Sozialwissenschaften zu erforschen.

Dabei reicht der Bedeutungsrahmen des Begriffs „Grenzraum“ weit über eine territoriale Dimension hinaus, und umfaßt mentale wie kulturelle Interaktion im abstrakten Raum. Diese Konzeptualisierung ist besonders wertvoll für die Erforschung der (In)Kongruenzen zwischen dem Fortbestand bzw. der Auflösung von territorialen Grenzen und dem Verhalten kultureller, religiöser oder ethnischer Gemeinschaften und Individuen. In diesem Kontext hat „Grenzraum“ ein größeres Erklärungspotential im Hinblick auf kognitive, kulturelle und soziale Grenzen als andere Konzepte aus der Grenzforschung. Versteht man den Ostseeraum in diesem Sinne als eine Region, die von Grenzräumen unterschiedlichster Art überlappt ist, wird die Analyse und Konzeptualisierung der komplexen und seit Jahrhunderten fortschreitenden Prozesse von Integration und Teilung im Ostseeraum sowohl bereichert als auch erleichtert.Das Gesamtvorhaben mit seinem Fokus auf dem die Ostsee umgebenden Land und auf Restrukturierungsprozessen im Kontext von Grenzmodifikationen steht in inhaltlichem Kontrast zum vorhergehenden Greifswalder Graduiertenkolleg „Kontaktzone Mare Balticum“ (GRK 619) mit seiner Konzentration auf regionenübergreifende Identitätsbildungsprozesse. Die beteiligten Disziplinen werden die Grenzen und die benachbarten Regionen im Ostseeraum in interdisziplinärer geistes- und sozialwissenschaftlicher Perspektive untersuchen, wobei der Schwerpunkt in Tartu auf historisch-anthropologischen Studien, in Lund auf Humangeographie, Kulturanthropologie und politischer Ökonomie sowie in Greifswald auf den Sozial-, Geschichts- und Sprachwissenschaften liegen wird.

Diese komplementären Schwerpunkte eröffnen ein breites und innovatives Spektrum an makro- und mikroperspektivischen Herangehensweisen. Das GRK wird in diesem Zusammenhang vier übergreifende und interdisziplinäre Themenfelder untersuchen: (1) Die Entstehung und Transformation historischer Grenzräume; (2) die kulturellen Zusammenhänge von grenzüberschreitenden Handlungen in Grenzregionen; (3) die ökonomische Durchlässigkeit und Beständigkeit von Grenzen; (4) neue Grenzregimes: die politische Dimension von Grenzenbildung und -auflösung. Diese Bereiche werden erstmals in größerer, transnationaler Perspektive erforscht und bilden eine produktive, tragfähige Basis für Dissertationen in den beteiligten Disziplinen.
Das Ziel des Internationalen Graduiertenkollegs ist es, Dissertationsprojekte von der Konzeption bis zur Disputation in einem thematischen Rahmen anzuregen und zu betreuen. Die vielfältigen Traditionen und Disziplinen der Partner versprechen herausragende Forschungsleistungen und Nachhaltigkeit in der Doktorandenausbildung.

Für weiterführende und aktuelle Informationen zu Vorlesungen, Projekten und Workshops des Graduiertenkollegs besuchen Sie bitte
http://www.phil.uni-greifswald.de/fk/borderlands/
und
http://www.facebook.com/home.php#!/pages/Baltic-Borderlands/143971715665815

Laufzeit: 10/2009-03/2014

Stipendiaten:

Dr. Per Rudling „Memory and Representation of Nationalism in Ukrainian Political Culture“ (rudlingp[at]uni-greifswald.de)

Stefan Herfurth “Liberty in the Baltic Sea Region Development, Perception and Spread of a Culture Pattern” (h06stehe[at]du.se)

Andreas Hohn “Exchange, change, and adaption of the German and the Polish health care systems in the German-Polish borderland” (andreas[at]hohn.org)

Heta Hurskainen “From Individual to Society. Social Ethics in the Bilateral Dialogues Between the Russian Orthodox Church and the Evangelical Lutheran Church of Finland 1970 – 2008” (heta.hurskinen[at]joensuu.fi)

Odeta Mikstaite “The perception of the eastern Cultural Politics in the Lithuanian Soviet Republic (1940-1991) - A Media Analysis” (odeta_mikstaite[at]yahoo.de)

Manja Olschowski “The Cross-Border Economy of the Cistercian Monasteries of Doberan, Pelplin and Lügumkloster” (manja[at]gmx.com)

Stefanie Otte “Processes of Mutual Adoption between the Health Care Systems in the German-Polish Borderland” (stefanie.otte[at]uni-greifswald.de)

Fabian Pfeiffer “Small states and the debordering of the world of states” (Fabian.Pfeiffer[at]uni-jena.de)

Volha Sasunkevich “From Political Borders to Social Boundaries: the Narrativization of Social Changes on the Belarus-Lithuania Borderland by Women Involved in 'Shuttle Trade' ” (o.sasunkevich[at]gmail.com)

Pavlo Shved “Dialectics of Modernization. Emergence and Development of Ukrainian Literary Field” (blogdozer.net[at]gmail.com)

Kord-Henning Uber “Averted confessionalisation? Religious limitation and exclusion in the Duchy of Courland in 1700. Transformation of a borderland in the Baltic Sea Region” (ku011079[at]uni-greifswald.de)

Pia Wolchowski “Literary (Re-)Constructions of Borderlands in Polish Literature after 1989” (pia_wojciechowski[at]yahoo.de)


Sprecher:
Prof. Dr. Michael North
Lehrstuhl für Allgemeine Geschichte der Neuzeit

Kontakt:
Historisches Institut
E.-M.-A.-Universität Greifswald
Soldmannstraße 15
17487 Greifswald
Tel.: 03834/86-3308
Fax: 03834/86-3333
Email: north [at] uni-greifswald.de

Koordinator:
Dr. Alexander Drost
Kontakt:
Historisches Institut
E.-M.-A.-Universität Greifswald
Soldmannstraße 15
17487 Greifswald
Tel.: 03834/86-3341
Fax: 03834/86-3333
Email: alexander.drost [at] uni-greifswald.de

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Herr Prof. Dr. Michael North - Sprecher
Historisches Institut
Philosophische Fakultät
Tel.: +49 3834 863308
E-Mail: northmail.uni-greifswald.de

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Interfakultäres Institut für Genetik und Funktionelle Genomforschung


Institut für Allgemeine Elektrotechnik


Funktionale Materialien Rostock e.V.


Historisches Institut

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Petra Gefken


Prof. Dr. Ursula van Rienen


Prof. Dr. Thomas Kirste


Prof. Dr. rer. nat. Adelinde M. Uhrmacher


Prof. Dr. Udo Kragl

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