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DFG - Graduiertenkolleg 1242 - Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs

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PROJEKT: Hauptanliegen des Graduiertenkollegs "Kulturkontakt und Wissenschaftsdiskurs" ist es, die empirische Erforschung von Phänomenen des Kulturkontakts mit Reflexionen über Entwicklungen in den wissenschaftlichen Diskursen zur Beschreibung und Analyse von Kulturkontakten zu verbinden.
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Diese Verknüpfung praktischer Forschung und theoretischer Überlegungen soll einen interdisziplinären Dialog über die wissenschaftshistorischen und wissenschaftstheoretischen Bedingungen unserer Erforschung von Kulturkontakten ermöglichen sowie innovative methodische Ansätze für die Beschreibung von Kulturkontakten disziplinübergreifend entwickeln und vermitteln.
Hintergrund und aktueller Anlass dieser zentralen Forschungsidee bildet ein gegenwärtiger Wandel in der Analyse und Interpretation von Kulturkontakten, der sich in unterschiedlicher Form in den verschiedensten Disziplinen manifestiert. Während ein z.T. vom Strukturalismus geprägtes, jedoch in Wirklichkeit auf archaische Vorstellungen von kultureller Differenz zurückgehendes dualistisches Wissenschaftsparadigma, das von Kulturen im Sinne von binären Oppositionen und unvereinbaren fundamentalen Gegensätzen spricht, in der populärwissenschaftlichen Forschung und im öffentlichen Diskurs weiterhin virulent ist, hat der internationale akademische Diskurs der letzten zwei bis drei Jahrzehnte eine deutliche Hinwendung zu komplexeren und dialogischeren Erklärungsmustern für das Phänomen "Kulturkontakt" vollzogen. Die im Rahmen des beantragten Graduiertenkollegs vorgesehenen Dissertationsprojekte sollen diese wichtige Transformation anhand ausgesuchter Beispiele – von der bildlichen Darstellung kultureller Differenz in der Antike und ihrer wissenschaftlichen Rezeption bis zum Stellenwert hybrider Mischformen in der Musik und Musikgeschichte; von der wissenschaftshistorischen Einschätzung kulturellen Zusammenlebens und dessen schriftlicher Kodifizierung im Mittelalter bis zu den sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Folgen globaler Migrationen seit der Frühen Neuzeit – nachzeichnen und die internationale Forschung durch eine transdisziplinäre Koppelung von quellenbezogenem Studium einerseits und der Analyse wissenschaftlicher Diskurse andererseits vorantreiben.
Projektwebseite: http://www.uni-rostock.de/andere/grk1242/
Laufzeit: 01.10.2006 - 30.09.2015 (2. Förderperiode)
Forschungsschwerpunkte
 | Das Zusammentreffen 'westlicher' (griechisch-römischer) und orientalischer Bilderwelten in der Antike und der archäologische Diskurs
| (PD Dr. habil. Lorenz Winkler-Horacek, Klassische Archäologie)
 | Begegnung und Koexistenz von Christen, Juden und Muslimen in Palästina im 12. Und 13. Jahrhundert
| (Prof. Dr. Heinrich Holze/Dr. Igor Pochoshajew, Kirchengeschichte)
 | Körperzeichen zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit, Mittelalter und Moderne
| (Prof. Dr. Franz-Josef Holznagel, Germanistik)
 | Trauma und Transkulturation: die narrative Bewältigung von Migration in Nordamerika
| (Prof. Dr. Gesa Mackenthun, Nordamerikastudien/Dr. Christoph Schmitt, Volkskunde)
 | Vom Exil zur Diaspora: Intellektuelle Migration zwischen Lateinamerika und Europa
| (Prof. Dr. Nikolaus Werz, Politikwissenschaft)
 | Alte und neue Diasporagemeinschaften in Südasien, Afrika und Europa
| (Prof. Dr. Jakob Rösel, Politikwissenschaft)
 | Die Presse der ethnischen Minoritäten als kulturelle Hybridformen und Ergebnis von Kulturkontakt
| (Prof. Dr. Gabriele Linke, Englische und Amerikanische Kulturwissenschaft)
 | Transkulturelle musikalische Inszenierungsstrategien und die Musikgeschichtsschreibung von Kulturkontakten im 20. Jahrhundert
| (Prof. Dr. Hartmut Möller, Hochschule für Musik und Theater Rostock)
 | Religionskontakt und interreligiöse Transformationsprozesse: Religionswissenschaftliche und theologische Modellbildungen
| (Prof. Dr. Klaus Hock, Religionsgeschichte)
Kontakt
Prof. Dr. Gesa Mackenthun
Universität Rostock
Institut für Anglistik/Amerikanistik
August-Bebel-Str. 28
18051 Rostock
Telefon: (+49)(0)381-498 2586 / 2595
E-Mail: gesa.mackenthun [at] uni-rostock.de
Prof. Dr. Klaus Hock
Universität Rostock
Theologische Fakultät
Schröderplatz 3-4
18055 Rostock
Telefon: (+49)(0)381-498 8440
E-Mail: klaus.hock [at] uni-rostock.de
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Dieser Inhalt ist auch in englischer Sprache verfügbar.

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