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Ganz direkt profitieren von der Forschungshalle sechs von 21 Lehrstühlen an der Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik, die in die Planung des Neubaus intensiv eingebunden waren und spezifisch ausgewiesene Teilflächen erhalten: Strömungsmaschinen, Konstruktionstechnik / Leichtbau, Meerestechnik, Schiffstechnische Konstruktion, Konstruktionstechnik / CAD und Fertigungstechnik.
Die neue Halle ist so konzipiert, dass ein Anschlussbau lückenlos erfolgen kann. Prof. Leder hat eine entsprechende Skizze in der Schublade. „Der zweite Bauabschnitt mit einer Fläche von 900 Quadratmetern ist wichtig, denn wir brauchen weitere Flächen für weitere Lehrstühle und die Standortwerkstatt, die noch unzulänglich untergebracht ist.“
Der Forschungsneubau bringt der Fakultät auf einen Schlag mehrere Alleinstellungsmerkmale. „Durch den neuen Schallmessraum sind wir europaweit die Einzigen, die dank der Unterstützung des Landes und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) akustische Untersuchungen von großen Maschinen durchführen können“, freut sich Prof. Hendrik Wurm, Experte für Strömungsmaschinen. Akustik ist ein wesentliches Thema für die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen. „Was laut ist, bringt Nachteile“, weiß Prof. Wurm. Seine Forscher finden jetzt in der neuen Schallschutzkammer wie Detektive genau heraus, wo Geräusche erzeugt werden und wie man sie minimieren kann. Das ist nicht das einzige Highlight in der neuen Halle. Wurm verweist auf ein ebenfalls für die Wirtschaft interessantes Projekt, der Reduzierung des Rammschalles. Ein Problem, das vor allem beim Aufstellen von Windkraftanlagen auftritt.
Professor Gerhard Scharr (Konstruktionstechnik / Leichtbau) bringt einen anderen Aspekt ins Gespräch. „Das Umfeld für Forschung ist auch für Studenten wichtig. Es ist interessanter, Studenten in eine moderne Halle zu führen, als bisher in Kellerräume“. Der Lehrstuhl arbeitet u.a. an einem Projekt zur 3D-Verstärkung. Weil Verbundwerkstoffe für die Industrie, beispielsweise den Flugzeugbau, immer größere Bedeutung erhalten, soll die 3D-Verstärkung noch effektiver werden. Die Rostocker Forscher suchen deshalb nach Möglichkeiten für die Verstärkung der Verbundwerkstoffe. Professor Patrick Kaeding (schiffstechnische Konstruktion) wird in der Halle hydraulische Prüfstände betreiben. Dadurch wird es möglich, die Versagenslast von stahlbaulichen Großstrukturen zu ermitteln. Das wird für die Wirtschaft immer wichtiger, um die Sicherheit, beispielsweise von Schiffen zu bestimmen. Der Lehrstuhl für Konstruktionstechnik / CAD von Professor Klaus Brökel ist in der Gleitlagerforschung aktiv. War es bislang aber nur theoretisch. Jetzt wird in der Halle ein Versuchsstand für Gleitlager aufgebaut. Das gab es bislang noch nicht. Die Wirtschaft wartet auf Ergebnisse.
Professor Mathias Paschen (Meerestechnik) wird in der neuen Halle einen Drucktank zur Verfügung haben. Darin können Drücke für 6.000 Meter Wassertiefe simuliert werden. So kann beispielsweise die Alterung von Materialien unter Wasserbedingungen effektiver getestet werden.
Der Entwurf für die neue Halle stammt aus den Federn der Rostocker Architekten Bastmann + Zavracky. Sie erhalten viel Lob an diesem Tag, weil sie das Projekt sehr gut auf die Bedürfnisse der Fakultät abgestimmt haben. Entstanden ist ein gestalterisch gelungener Baukörper, der sich in die Liegenschaft aus städtebaulicher und denkmalpflegerischer Sicht gut einfügt. Die insgesamt 47 Bauaufträge konnten vorwiegend an regionale Firmen vergeben werden.
vollständiger Text: http://www.uni-rostock.de/aktuelles/pressemeldunge n/detailansicht-pressemeldung/news-artikel/neue-forschungshalle-eingeweiht/
Kontakt:
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Fakultät für Maschinenbau und Schiffstechnik
Prof. Dr. Egon Hassel (Dekan)
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Mail: egon.hassel(at)uni-rostock.de
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Wissenschaftsminister Mathias Brodkorb (r.) übergibt das Namensschild der Halle an Altdekan Professor Leder Foto: Pressestelle Universität Rostock

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